10 Alben zwischen Licht und Schatten
Gepostet von CDANDLP am 11/12/2025 um 10:02:00 - Kein Kommentaro
Der Dezember ist nicht nur Weihnachten und seine funkelnden Klassiker. Er ist auch eine Zeit des Rückblicks, des Übergangs, des blassen Lichts und der langen Nächte – eine Zeit, in der Musik oft Zuflucht oder Sprungbrett in andere Sphären ist. In dieser Auswahl präsentieren wir dir zehn Alben, die man im Dezember hören sollte: Platten, die Kälte, Jahresende, eingefrorene Momente oder jene seltsame, leuchtende Melancholie des letzten Kalendermonats heraufbeschwören. Kein Jingle Bells hier, sondern winterliche Momente voller Soul, Rock, Folk und Elektro, um deine weißen Tage und langen Nächte zu begleiten.

Mit seinen kristallinen Harmonien und ätherischen Arrangements ist Shore das perfekte Album, um das sanfte Licht und die stillen Momente des Dezembers zu begleiten. Dieses vierte Werk von Fleet Foxes ist eine Ode an die Resilienz, die zerbrechliche Schönheit der Welt und die allgegenwärtige Natur in den Texten. Getragen von Robin Pecknolds warmer Stimme bietet es einen beruhigenden Kontrast zur winterlichen Tristesse. Der Song “Sunblind”, das Herzstück der Platte, zollt verstorbenen Künstlern wie David Berman, Richard Swift und Judee Sill bewegend Tribut – in einer gedämpften Atmosphäre, die zur Jahresendbesinnung einlädt. Das Album ist lichtvoll ohne naiv zu sein, tiefgründig ohne zu beschweren. Am besten mit Kopfhörern hören, während man das blasse Leuchten eines Winternachmittags betrachtet. Fans von Bon Iver, Iron & Wine oder Sufjan Stevens werden sich von dieser introspektiven Wärme getragen fühlen.
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Ein Album voller Reduktion, Klavier und roher Emotionen. The Boatman’s Call markiert einen Wendepunkt in der Diskografie von Nick Cave, indem es sich von rockigen Ausbrüchen zu einer intimen, feierlichen und erhabenen Beichte hinwendet. Fernab von Show-Effekten klingt jeder Song wie ein geflüstertes Gedicht an die Nacht. Perfekt für einen Winterabend bei Kerzenlicht oder dem sanften Knistern eines Feuers. Das beeindruckende “Into My Arms” eröffnet das Album wie ein Liebesgebet, während “People Ain’t No Good” eine nüchterne und ernüchterte Sicht auf menschliche Beziehungen bietet, durchzogen von resignierter Zärtlichkeit. Dieses Album sollte man wie einen vergessenen Brief erneut lesen. Liebhaber der poetischen Schwere von Leonard Cohen, der elegischen Orchestrierungen von Scott Walker oder der lyrischen Dunkelheit von Mark Lanegan werden hier eine beeindruckende, fast spirituelle Wintertiefe finden.
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Wenn sich Tori Amos oft durch ihre Kunst auszeichnete, das Heilige und das Intime zu verweben, ist Midwinter Graces einer ihrer schönsten winterlichen Ausdrücke. Obwohl inspiriert von traditionellen Liedern der kalten Jahreszeit, vermeidet dieses Album gekonnt die üblichen Klischees von Weihnachtsplatten. Hier ist der Dezember kein kommerzielles Fest, sondern eine Rückkehr zu den Wurzeln, zu den Elementen, zu vergessenen Ritualen. Das Klavier wird zur Lichtung, die Stimme zur Beschwörung. In “Winter’s Carol” ruft Tori die Zyklen der Natur mit beruhigender Feierlichkeit an, während “A Silent Night With You” eine zärtliche, persönliche Neuinterpretation der Einsamkeit zum Jahresende bietet. Jeder Titel scheint im Frost zu schweben, wie ein Opfer für den Winter. Ein Album, das man allein im Halbdunkel genießen sollte, um eine sanfte Spiritualität wiederzuentdecken. Liebhaber der mystischen Welt von Kate Bush, der Sensibilität von Sarah McLachlan oder der lyrischen Höhenflüge von Florence + The Machine werden sich sofort zuhause fühlen.
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Mit () schafft Sigur Rós ein besonderes Album, so rätselhaft wie tief berührend. Keine Titelnamen, Gesang in einer erfundenen Sprache — dem „vonlenska“ — und doch ist die Emotion stark und spürbar. Dieses Album umarmt die Stille des Dezembers, seine langen weißen Stunden, seine verlangsamte Zeit. Stücke wie “Untitled #3” (oft “Samskeyti” genannt) oder “Untitled #1” entfalten minimalistische Klanglandschaften, in denen jede Note wie ein Atemzug in der Kälte klingt. () zu hören fühlt sich an, als würde man allein durch eine verschneite Ebene gehen oder das graue Licht eines Wintermorgens durch ein beschlagenes Fenster beobachten. Es ist eine sinnliche, meditative, fast spirituelle Erfahrung. Fans von atmosphärischem Post-Rock finden hier die stille Intensität von Explosions in the Sky, die zurückgehaltene Spannung von Mogwai und die zerbrechliche Majestät von Godspeed You! Black Emperor.
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Mit Philharmonics bietet Agnes Obel ein Debütalbum von stiller Anmut, bei dem jede Note im Schweigen zu schweben scheint wie eine Schneeflocke, die sich niederlässt. Das Klavier ist hier König, kristallklar und introspektiv, und Obels sanfte Stimme gleitet über die Melodien wie ein Atemhauch auf einem frostigen Fenster. Das Ganze erinnert an jene Dezembertage, an denen die Welt zurückgehalten scheint, wenn man Zuflucht im Inneren, in Ruhe und Intimität sucht. Der Titel “Riverside” sticht als sofortiger Klassiker hervor, der Melancholie und Reinheit verbindet, während “Just So” mit seiner traumhaften Zartheit verzaubert. Jedes Stück ist wie eine kostbare Miniatur gemeißelt, irgendwo zwischen einem gemütlichen Zimmer und einem stillen Wald. Liebhaber der eleganten Melancholie von Ane Brun, der poetischen Schlichtheit von Erik Satie oder des gedämpften Universums von Joanna Newsom finden in Philharmonics den idealen Rahmen, um die ruhigsten Tage im Dezember zu begleiten.
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Mit Amnesiac bietet Radiohead eine Reise nach innen, in der sich die Zeit verzerrt, ähnlich den sich ausdehnenden und verblassenden Tagen im Dezember. Zwischen elektronischen Experimenten und organischen Texturen verbindet dieses Album Spannung und Melancholie und schafft eine ideale Atmosphäre für kontemplatives Hören am kalten Kaminfeuer. Das eindringliche “Pyramid Song” taucht dich in eine schwebende Wasserwelt, in der jede Nuance wie ein Echo von gefrorenem Wasser klingt, während das brutale “You and Whose Army?” eine zurückgehaltene Wut entfaltet, die zwischen Zorn und Resignation schwankt. Weitere Perlen wie “Knives Out” spielen mit Kontrasten – zitternde Stimme über scharfen Gitarren – und verstärken das Gefühl, allein der winterlichen Weite gegenüberzustehen. Liebhaber der düsteren Elektronik von Massive Attack, der nächtlichen Poesie von Thom Yorke oder der filmischen Atmosphäre von Portishead finden hier ein passendes Zuhause, perfekt, um die langen weißen Dezembernächte zu begleiten.
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Mit Come Away With Me liefert Norah Jones einen Kokon der Sanftheit für die kurzen Tage und Abende am Kaminfeuer. Ihre samtige Stimme gleitet über Jazz- und Folk-Arrangements und schafft eine ideale, gemütliche Atmosphäre für den Dezember. Die Ballade “Don’t Know Why” vermittelt sofort eine tröstliche Wärme, während “Turn Me On” eine gedämpfte, fast geflüsterte Sinnlichkeit offenbart. Das gesamte Album entfaltet sich wie ein intimes Gespräch, ein sanftes Flüstern, das der Kälte draußen entgegenwirkt. Liebhaber der vokalen Eleganz von Madeleine Peyroux, der musikalischen Finesse von Melody Gardot oder der subtilen Melancholie von Katie Melua finden hier einen perfekten Zufluchtsort, um ihre Momente der winterlichen Entspannung zu begleiten.
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Mit Visions of Us on the Land legt Damien Jurado eine echte imaginäre Reise vor, eine Durchquerung von Stimmungen und geistigen Landschaften, in denen Schnee und Einsamkeit die Hauptrollen spielen. Die Arrangements von Josh Gordon und Blake Mills weben ein universum, das zugleich bodenständig und elegant ist: klare Gitarren, dezente Streicher, leichte Perkussion, wie ein Windhauch in einem verschneiten Wald. Das Eröffnungsstück “Exit 353” lädt zu zwielichtiger Tagträumerei ein, zwischen Melancholie und einer Öffnung ins Unbekannte, während “Onalaska” eine intime Geschichte aus verschwommenen Erinnerungen und gehaltenen oder vergessenen Versprechen entfaltet. Jeder Track ist eine Station in einer anderen Kulisse: gefrorene Lichtungen, verlassene Straßen, weiße Wüsten... Eine Einladung zur inneren Flucht, passend zu den Monaten, in denen die Tage kürzer werden. Zu entdecken, wenn Sie die narrative Aufrichtigkeit von Conor Oberst, die akustischen Atmosphären von José González oder die lateinamerikanisch-folkigen Mischungen von Calexico schätzen.
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Auf LC liefert The Durutti Column (Vini Reilly) ein Instrumentalalbum von seltener Zartheit, ideal für stille, frostige Dezembermorgen. Die klare, fast schwebende Gitarre zeichnet klangliche Arabesken, die an das Funkeln von Raureif an Zweigen erinnern. In “Sketch for Dawn (1)” klingt jede Note wie ein Lichtstrahl, der die Dunkelheit durchbricht, während “Sketch for Dawn (2)” diese kontemplative Atmosphäre mit einer fast gespenstischen Sanftheit verlängert. Die reduzierte Produktion lässt dem musikalischen Schweigen Raum und schafft ein Gefühl von intimer Unendlichkeit. Liebhaber der Klanglandschaften von Brian Eno, der gedämpften Melancholie von Talk Talk oder der ätherischen Texturen von Cocteau Twins finden hier eine poetische Zuflucht, perfekt für einen Spaziergang in der kalten Luft oder einen Lese-Moment unter einer kuscheligen Decke.
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Mit La question erreicht Françoise Hardy eine beeindruckende künstlerische Reife und verbindet nächtliche Melancholie mit subtil orchestrierten Jazz-Kammer-Arrangements von Serge Gainsbourg. Die reduzierte Produktion hebt Hardys gedämpfte Stimme hervor, die ihre Geheimnisse ins Ohr des Hörers zu flüstern scheint, wie ein im kalten Dezemberwind gehauchtes Geheimnis. Die Titel “Chanson d’O” und “La question” stechen durch ihre zarte Eleganz und emotionale Tiefe hervor: Ersterer wie ein geheimnisvoller nächtlicher Walzer, letzterer als intime Fragestellung, eine Suche nach sich selbst durch ein winterliches Prisma. Dieses Album teilt die dunkle Schönheit von Brigitte Fontaine, die gedämpfte Poesie von Juliette Gréco und die eindrucksvolle Eleganz von Françoise Hardy selbst und bildet einen idealen Rahmen für lange Dezemberabende, in denen jede Note zu einem Moment der Sensibilität in der Dunkelheit wird.
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Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, tut es gut, das Tempo zu drosseln und sich von Schallplatten tragen zu lassen, die eher flüstern als rufen. Diese Dezember-Auswahl lädt zu aufmerksamen Hören, zu musikalischem Einkuscheln oder einfach dazu ein, die eigenen Gedanken mit einem sanften, eleganten Soundtrack zu begleiten. Und um die Magie dieser Jahreszeit noch etwas länger auszukosten, empfehlen wir unseren musikalischen Adventskalender: die Ausgabe dieses Jahres (hier ansehen) ebenso wie jene von 2024 (hier), 2020 (hier) und 2018 (hier).
Möge dieser Dezember leicht, inspirierend und reich an schönen Schallplatten sein, die sich auf dem Plattenteller drehen.
Das Licht im Schatten durch 10 Alben entdecken.
1. Fleet Foxes – “Shore” (2020)

Mit seinen kristallinen Harmonien und ätherischen Arrangements ist Shore das perfekte Album, um das sanfte Licht und die stillen Momente des Dezembers zu begleiten. Dieses vierte Werk von Fleet Foxes ist eine Ode an die Resilienz, die zerbrechliche Schönheit der Welt und die allgegenwärtige Natur in den Texten. Getragen von Robin Pecknolds warmer Stimme bietet es einen beruhigenden Kontrast zur winterlichen Tristesse. Der Song “Sunblind”, das Herzstück der Platte, zollt verstorbenen Künstlern wie David Berman, Richard Swift und Judee Sill bewegend Tribut – in einer gedämpften Atmosphäre, die zur Jahresendbesinnung einlädt. Das Album ist lichtvoll ohne naiv zu sein, tiefgründig ohne zu beschweren. Am besten mit Kopfhörern hören, während man das blasse Leuchten eines Winternachmittags betrachtet. Fans von Bon Iver, Iron & Wine oder Sufjan Stevens werden sich von dieser introspektiven Wärme getragen fühlen.
2. Nick Cave and the Bad Seeds – “The Boatman’s Call” (1997)

Ein Album voller Reduktion, Klavier und roher Emotionen. The Boatman’s Call markiert einen Wendepunkt in der Diskografie von Nick Cave, indem es sich von rockigen Ausbrüchen zu einer intimen, feierlichen und erhabenen Beichte hinwendet. Fernab von Show-Effekten klingt jeder Song wie ein geflüstertes Gedicht an die Nacht. Perfekt für einen Winterabend bei Kerzenlicht oder dem sanften Knistern eines Feuers. Das beeindruckende “Into My Arms” eröffnet das Album wie ein Liebesgebet, während “People Ain’t No Good” eine nüchterne und ernüchterte Sicht auf menschliche Beziehungen bietet, durchzogen von resignierter Zärtlichkeit. Dieses Album sollte man wie einen vergessenen Brief erneut lesen. Liebhaber der poetischen Schwere von Leonard Cohen, der elegischen Orchestrierungen von Scott Walker oder der lyrischen Dunkelheit von Mark Lanegan werden hier eine beeindruckende, fast spirituelle Wintertiefe finden.
3. Tori Amos – “Midwinter Graces” (2009)

Wenn sich Tori Amos oft durch ihre Kunst auszeichnete, das Heilige und das Intime zu verweben, ist Midwinter Graces einer ihrer schönsten winterlichen Ausdrücke. Obwohl inspiriert von traditionellen Liedern der kalten Jahreszeit, vermeidet dieses Album gekonnt die üblichen Klischees von Weihnachtsplatten. Hier ist der Dezember kein kommerzielles Fest, sondern eine Rückkehr zu den Wurzeln, zu den Elementen, zu vergessenen Ritualen. Das Klavier wird zur Lichtung, die Stimme zur Beschwörung. In “Winter’s Carol” ruft Tori die Zyklen der Natur mit beruhigender Feierlichkeit an, während “A Silent Night With You” eine zärtliche, persönliche Neuinterpretation der Einsamkeit zum Jahresende bietet. Jeder Titel scheint im Frost zu schweben, wie ein Opfer für den Winter. Ein Album, das man allein im Halbdunkel genießen sollte, um eine sanfte Spiritualität wiederzuentdecken. Liebhaber der mystischen Welt von Kate Bush, der Sensibilität von Sarah McLachlan oder der lyrischen Höhenflüge von Florence + The Machine werden sich sofort zuhause fühlen.
4. Sigur Rós – “( )” (2002)

Mit () schafft Sigur Rós ein besonderes Album, so rätselhaft wie tief berührend. Keine Titelnamen, Gesang in einer erfundenen Sprache — dem „vonlenska“ — und doch ist die Emotion stark und spürbar. Dieses Album umarmt die Stille des Dezembers, seine langen weißen Stunden, seine verlangsamte Zeit. Stücke wie “Untitled #3” (oft “Samskeyti” genannt) oder “Untitled #1” entfalten minimalistische Klanglandschaften, in denen jede Note wie ein Atemzug in der Kälte klingt. () zu hören fühlt sich an, als würde man allein durch eine verschneite Ebene gehen oder das graue Licht eines Wintermorgens durch ein beschlagenes Fenster beobachten. Es ist eine sinnliche, meditative, fast spirituelle Erfahrung. Fans von atmosphärischem Post-Rock finden hier die stille Intensität von Explosions in the Sky, die zurückgehaltene Spannung von Mogwai und die zerbrechliche Majestät von Godspeed You! Black Emperor.
5. Agnes Obel – “Philharmonics” (2010)

Mit Philharmonics bietet Agnes Obel ein Debütalbum von stiller Anmut, bei dem jede Note im Schweigen zu schweben scheint wie eine Schneeflocke, die sich niederlässt. Das Klavier ist hier König, kristallklar und introspektiv, und Obels sanfte Stimme gleitet über die Melodien wie ein Atemhauch auf einem frostigen Fenster. Das Ganze erinnert an jene Dezembertage, an denen die Welt zurückgehalten scheint, wenn man Zuflucht im Inneren, in Ruhe und Intimität sucht. Der Titel “Riverside” sticht als sofortiger Klassiker hervor, der Melancholie und Reinheit verbindet, während “Just So” mit seiner traumhaften Zartheit verzaubert. Jedes Stück ist wie eine kostbare Miniatur gemeißelt, irgendwo zwischen einem gemütlichen Zimmer und einem stillen Wald. Liebhaber der eleganten Melancholie von Ane Brun, der poetischen Schlichtheit von Erik Satie oder des gedämpften Universums von Joanna Newsom finden in Philharmonics den idealen Rahmen, um die ruhigsten Tage im Dezember zu begleiten.
6. Radiohead – “Amnesiac” (2001)

Mit Amnesiac bietet Radiohead eine Reise nach innen, in der sich die Zeit verzerrt, ähnlich den sich ausdehnenden und verblassenden Tagen im Dezember. Zwischen elektronischen Experimenten und organischen Texturen verbindet dieses Album Spannung und Melancholie und schafft eine ideale Atmosphäre für kontemplatives Hören am kalten Kaminfeuer. Das eindringliche “Pyramid Song” taucht dich in eine schwebende Wasserwelt, in der jede Nuance wie ein Echo von gefrorenem Wasser klingt, während das brutale “You and Whose Army?” eine zurückgehaltene Wut entfaltet, die zwischen Zorn und Resignation schwankt. Weitere Perlen wie “Knives Out” spielen mit Kontrasten – zitternde Stimme über scharfen Gitarren – und verstärken das Gefühl, allein der winterlichen Weite gegenüberzustehen. Liebhaber der düsteren Elektronik von Massive Attack, der nächtlichen Poesie von Thom Yorke oder der filmischen Atmosphäre von Portishead finden hier ein passendes Zuhause, perfekt, um die langen weißen Dezembernächte zu begleiten.
7. Norah Jones – “Come Away With Me” (2002)

Mit Come Away With Me liefert Norah Jones einen Kokon der Sanftheit für die kurzen Tage und Abende am Kaminfeuer. Ihre samtige Stimme gleitet über Jazz- und Folk-Arrangements und schafft eine ideale, gemütliche Atmosphäre für den Dezember. Die Ballade “Don’t Know Why” vermittelt sofort eine tröstliche Wärme, während “Turn Me On” eine gedämpfte, fast geflüsterte Sinnlichkeit offenbart. Das gesamte Album entfaltet sich wie ein intimes Gespräch, ein sanftes Flüstern, das der Kälte draußen entgegenwirkt. Liebhaber der vokalen Eleganz von Madeleine Peyroux, der musikalischen Finesse von Melody Gardot oder der subtilen Melancholie von Katie Melua finden hier einen perfekten Zufluchtsort, um ihre Momente der winterlichen Entspannung zu begleiten.
8. Damien Jurado – “Visions of Us on the Land” (2016)

Mit Visions of Us on the Land legt Damien Jurado eine echte imaginäre Reise vor, eine Durchquerung von Stimmungen und geistigen Landschaften, in denen Schnee und Einsamkeit die Hauptrollen spielen. Die Arrangements von Josh Gordon und Blake Mills weben ein universum, das zugleich bodenständig und elegant ist: klare Gitarren, dezente Streicher, leichte Perkussion, wie ein Windhauch in einem verschneiten Wald. Das Eröffnungsstück “Exit 353” lädt zu zwielichtiger Tagträumerei ein, zwischen Melancholie und einer Öffnung ins Unbekannte, während “Onalaska” eine intime Geschichte aus verschwommenen Erinnerungen und gehaltenen oder vergessenen Versprechen entfaltet. Jeder Track ist eine Station in einer anderen Kulisse: gefrorene Lichtungen, verlassene Straßen, weiße Wüsten... Eine Einladung zur inneren Flucht, passend zu den Monaten, in denen die Tage kürzer werden. Zu entdecken, wenn Sie die narrative Aufrichtigkeit von Conor Oberst, die akustischen Atmosphären von José González oder die lateinamerikanisch-folkigen Mischungen von Calexico schätzen.
9. The Durutti Column – “LC” (1981)

Auf LC liefert The Durutti Column (Vini Reilly) ein Instrumentalalbum von seltener Zartheit, ideal für stille, frostige Dezembermorgen. Die klare, fast schwebende Gitarre zeichnet klangliche Arabesken, die an das Funkeln von Raureif an Zweigen erinnern. In “Sketch for Dawn (1)” klingt jede Note wie ein Lichtstrahl, der die Dunkelheit durchbricht, während “Sketch for Dawn (2)” diese kontemplative Atmosphäre mit einer fast gespenstischen Sanftheit verlängert. Die reduzierte Produktion lässt dem musikalischen Schweigen Raum und schafft ein Gefühl von intimer Unendlichkeit. Liebhaber der Klanglandschaften von Brian Eno, der gedämpften Melancholie von Talk Talk oder der ätherischen Texturen von Cocteau Twins finden hier eine poetische Zuflucht, perfekt für einen Spaziergang in der kalten Luft oder einen Lese-Moment unter einer kuscheligen Decke.
10. Françoise Hardy – “La question” (1971)

Mit La question erreicht Françoise Hardy eine beeindruckende künstlerische Reife und verbindet nächtliche Melancholie mit subtil orchestrierten Jazz-Kammer-Arrangements von Serge Gainsbourg. Die reduzierte Produktion hebt Hardys gedämpfte Stimme hervor, die ihre Geheimnisse ins Ohr des Hörers zu flüstern scheint, wie ein im kalten Dezemberwind gehauchtes Geheimnis. Die Titel “Chanson d’O” und “La question” stechen durch ihre zarte Eleganz und emotionale Tiefe hervor: Ersterer wie ein geheimnisvoller nächtlicher Walzer, letzterer als intime Fragestellung, eine Suche nach sich selbst durch ein winterliches Prisma. Dieses Album teilt die dunkle Schönheit von Brigitte Fontaine, die gedämpfte Poesie von Juliette Gréco und die eindrucksvolle Eleganz von Françoise Hardy selbst und bildet einen idealen Rahmen für lange Dezemberabende, in denen jede Note zu einem Moment der Sensibilität in der Dunkelheit wird.
Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, tut es gut, das Tempo zu drosseln und sich von Schallplatten tragen zu lassen, die eher flüstern als rufen. Diese Dezember-Auswahl lädt zu aufmerksamen Hören, zu musikalischem Einkuscheln oder einfach dazu ein, die eigenen Gedanken mit einem sanften, eleganten Soundtrack zu begleiten. Und um die Magie dieser Jahreszeit noch etwas länger auszukosten, empfehlen wir unseren musikalischen Adventskalender: die Ausgabe dieses Jahres (hier ansehen) ebenso wie jene von 2024 (hier), 2020 (hier) und 2018 (hier).
Möge dieser Dezember leicht, inspirierend und reich an schönen Schallplatten sein, die sich auf dem Plattenteller drehen.
FAQ – Dezember: Hell-Dunkel
Welche Alben sind ideal für den Dezember?
Alben, die Wärme und Melancholie verbinden: sanfter Jazz, introspektiver Folk und atmosphärischer Pop – wie die Musik von Fleet Foxes oder Norah Jones.
Warum sind diese Alben mit dem Dezember verbunden?
Weil sie die Stimmung des Monats widerspiegeln – Langsamkeit, Nostalgie und stille Schönheit, ähnlich wie bei Tori Amos oder Radiohead.
Kann ich diese Alben auf CDandLP finden?
Ja, alle vorgestellten Alben sind auf CDandLP.com erhältlich, dem internationalen Marktplatz für Vinyl- und CD-Sammler.
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